Sonderschau „Historischer Motorsport"

Reisen Sie mit uns durch die Zeit

Auf der diesjährigen Sonderschau HISTORISCHER MOTORSPORT zeichnen wir die historische Entwicklung des Motorsports nach, z.B. mit einem Ausblick auf „50 Jahre Tourenwagen – als die Autos breiter wurden“.

Unter anderem können Sie die folgenden Fahrzeuge bewundern:

HAMBURG MOTOR CLASSICS - Sonderschau "Historischer Motorsport"

Alfa Romeo 1750 GT

  • Baujahr 1969
  • Ehemals von Autodelta für Alfa Romeo Deutschland vorbereiteter Tourenwagen für die Gruppe 2
  • Ehemalige Fahrer waren: Hans Hessel, Dieter Mohr, Gerhard Schüler

Alfa GTA

  • Baujahr 1968
  • Ehemaliger Autodelta Werksrennwagen für die Europameisterschaft 1970/71/72
  • Ehemalige Fahrer waren: Massimo Larini, Luigi Colzani, Vittorio Brambilla, Spartaco Dini, Theodore Zeccoli

Ford Capri RS2600 Weslake

  • Replica von einem Ford Capri, der im Jahr 1973 die 24h von Spa-Francorchamps gefahren ist
  • Gehörte zum Ford Gerstmann Racing Team
  • Das Original-Fahrzeug ist am 22.07.1973 in der Div. 2 in Spa gestartet
  • Baujahr 1972
  • Zur Verfügung gestellt durch MVL Autotechnik
  • Besitzer: Thorsten Mollwitz
  • Aufgebaut und betreut durch die Firma Mo Tuning
  • Umbau auf 73er FORD V6 Weslake-Motor
  • 2994 ccm, 340 PS, Kugelfischer Einspritzanlage, MT75-Getriebe, Sport-Abgasanlage
  • Innenraum: Sicherheitskäfig. geschlüsseltes Motorsportlenkrad, Schalensitze & Hosenträgergurte, Innenraum komplett leergeräumt

Ford Escort BDA

  • Zur Verfügung gestellt von Thiesen Hamburg GmbH
  • Baujahr 1971
  • Vollständig neu aufgebaut gemäß dem Reglement der Gruppe 4
  • Wilcox Motor, 5 Gang, 250 PS, 1982 ccm
  • Tuning durch MOTORTECH

BMW 2002

  • Zur Verfügung gestellt durch MVL Autotechnik
  • Besitzer Peter Bockwoldt, Hamburg
  • Baujahr 1971
  • 2001 aufgebaut nach dem historischen Reglement Anhang K
  • Gewicht 890Kg
  • 1985 ccm, 241 PS, Getrag 5 Gang Sportgetriebe
  • Kugelfischer Renneinspritzung
  • Scheibenbremse vorn und hinten, BBS Felgen: 9x13 vorne, 10x13 hinten
  • Wichers Überrollkäfig, Recaro Rennsitz

Mercedes 300 SEL

Der Mercedes-Benz 300 SEL AMG sorgt 1971 beim 24-Stunden-Rennen in Spa mit Rang zwei für eine Sensation. Als Nachbau lebt der AMG-Mercedes, auch bekannt als "Rote Sau", wieder auf.

Damals hatte der Mercedes-Benz 300 SEL AMG einen speziellen 6,8-Liter-V8 mit zwei Drosselklappen, schärferen Nockenwellen, modifizierten Kipphebeln und Kolben. Die Leistung lag bei 428 PS, das Drehmoment betrug 620 Newtonmeter und die Höchstgeschwindigkeit 265 km/h. Dieser 6,8-Liter samt Fünfganggetriebe existiert nur noch als Ausstellungsstück. Aus Platzgründen hatte man 1971 an der Motorsteuerung gespart, eine Kaltstart-Automatik gab es nicht. Deshalb war der Achtzylinder des Mercedes-Benz 300 SEL AMG nur mit viel Startpilot aus der Spraydose überhaupt ans Laufen zu bringen.

Dass dieser Mercedes-Benz 300 SEL AMG ein Nachbau ist, liegt daran, dass die 24-Stunden-Erfolgsgeschichte ein Vor- und ein Nachspiel hat. 14 Tage vor dem Rennen war die Karriere des AMG-SEL eigentlich bereits beendet. Helmut Kelleners pilotierte den 6,8-Liter in Hockenheim, rutschte in der Ostkurve von der Piste und kam zu Fuß zur Box. Er zeigte AMG- Chef Aufrecht den Zündschlüssel und meinte trocken: "Hier ist Ihr Schlüssel. Aber den brauchen Sie jetzt nicht mehr." Als Karosserie-Basis wurde der 300 SEL 6.3 genommen der im Anschluss möglichst originalgetreu optisch und technisch zur „Roten Sau“ umgebaut wurde. 

Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 „Rote Sau“
Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 „Rote Sau“
Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 „Rote Sau“
Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 „Rote Sau“